Wie der Wandertag zum Abenteuer wurde

Nach dem großen Sommerfest in 2018 anlässlich des 20-jährigen Bestehens des CKiS stand in diesem Jahr wieder die Ausrichtung eines Wandertages auf dem Programm. Eigentlich sollte es schon am 11. Mai unter dem von den Kindern aller 4 Gruppen des CKiS gewählten Motto „Abenteuer“ raus in die Natur gehen. Doch genau die wollte nicht mitspielen; eine 90%ige Regenwahrscheinlichkeit für diesen Tag führte zu einer kurzfristigen Absage und Neuterminierung für den 15. Juni.

Am 15.06. um 14.00 Uhr sollte es also nun offiziell losgehen, doch viele fleißige Helferlein waren zum Teil bereits Stunden vorher im Einsatz, kümmerten sich um eine farbefrohe Deko auf dem großen Außengelände, den Aufbau von Tischen, Bänken, Pavillons als Schattenspender – ja, die Sonne war da! – und natürlich Essen und Getränke.

So war kurz vor dem Startschuss zur Abenteuer-Wanderung kaum noch ein Parkplatz in der Nähe zu finden und die große Wiese füllte sich schnell mit zahlreichen Familien. Über 230 Teilnehmer waren eingetroffen, als Carmen Berndt zum Mikrofon griff, alle begrüßte und dann mit den CKiS-Kindern und dem Team die Lieder „Einfach spitze, dass Du da bist“ und „Was müssen das für Bäume sein“ über die großen Elefanten anstimmten. Die Geschwister, Eltern, Großeltern und alle anderen Begleitungen ließen sich von den beschwingten Tönen anstecken, sangen und tanzten mit, wie es die Kinder vormachten.

Da natürlich nicht über 200 Personen gemeinsam auf Wanderung geschickt werden sollten, waren die Familien im Vorfeld in 7 Abenteurer-Gruppen mit je ca. 30 Personen eingeteilt worden. Als diese Gruppen sich gefunden hatten, fiel für Gruppe 1 der Startschuss um 14.30 Uhr, die anderen 6 Gruppen wurden immer 15 Minuten später von Carmen am Tor des Außengeländes auf den Weg geschickt und hatten so im Vorfeld noch Zeit für eine Stärkung am reichhaltigen Kuchenbuffet.

Ausgerüstet mit Beutel, Klemmbrett, Wegbeschreibung zu 6 Abenteuer-Stationen und Kulli gab es noch den Hinweis „Augen offenhalten, in den Bäumen haben sich Dinge versteckt, die dort eigentlich nicht hingehören. Merkt Euch diese und erstellt dann ein Lied, Gedicht oder eine Geschichte, in denen diese vorkommen und tragt es den anderen Wandergruppen später vor.“

Schnell erreichten wir Station 1 „Das Labyrinth“ (betreut von Simone Weiler und Nicole Hüsson), bildeten nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Auf dem Donnerbalken“ alle eine lange Reihe und fassten mit einer Hand an ausgerolltes Klopapier. Dieses sollte niemand loslassen, auf keinen Fall sollte es reißen und dennoch sollten wir das Baum-Labyrinth im Garten des Altenheims durchqueren. Ganz schön kniffelig, aber dank guter Orientierung geschafft!

Nun schnell weiter. Was hängt denn da? Gummistiefel im Bambus?! Das wurde natürlich notiert, bevor die Kinder die zweite Station erreichten. Die Eltern und Großeltern konnten schon jetzt kaum noch mithalten. Bei den „Goldgräbern“ (Nathalie Junker und Salina Höffgen) holten wir alle wieder ein und sahen zu wie die Kinder bewaffnet mit Sieben und Schaufeln je 5 verschiedene Schätze (Goldmünzen und Edelsteine) aus dem Sand bergen mussten.

Auf dem Weg zu Station 3 entdeckten die Kinder in den Bäumen einen Regenschirm und mussten dann zur „Feuerprobe“ (unter den wachsamen Augen von Gudrun Schmitz und Verena Ebelt) antreten. Dazu fasste sich die ganze Gruppe an den Händen und stellte sich in einer langen Reihe auf. Zwei Feuerreifen sollten vom einen zum anderen Ende der Menschenkette wandern ohne den Boden zu berühren oder einander loszulassen. Natürlich sollte sich auch niemand „verbrennen“. Dank guter Zusammenarbeit gelang uns das.

Vorbei an Schnorchel und Taucherflossen steuerten wir Station 4 „Das Spinnennetz“ an. Von Johanna Scholz und Andrea Düring wurden immer ein Kind mit einem Erwachsenen an einem Arm zusammengeklebt und mussten das, zwischen den Bäumen aus vielen Seilen gespannte, Spinnennetz durchklettern. Ob Obendrüber oder Untendrunter, hier wurde voller Körpereinsatz gezeigt.

Obwohl es an jeder Station zur Belohnung eine kleine Leckerei gab (Esspapier, Gummibärchen, Schokotaler), waren unsere Kehlen trocken und wir freuten uns, dass wir auf dem weiteren Weg nicht nur in den Bäumen Piratenhüte und einen großen Sack gefüllt mit Luftballons, sondern auch Claudia Kraheck als Proviantmeisterin mit kühlem Wasser und Keksen entdeckten.

Nach dieser willkommenen Stärkung erblickten wir schon in der Ferne das „Wildwasser“ (Station 5 bei Steffi Ludwigs und Karin Koschny). Haie und Krokodile (zum Glück nur aufblasbar) in einem reißenden Fluss mussten von den Kindern auf einem Seil überquert werden. Hier war nicht nur Mut, sondern auch viel Gleichgewicht gefragt. Diese Herausforderung machte allen so viel Spaß, dass die meisten Kinder hier gleich mehrfach über das Wildwasser balancierten.

Vorbei an Bananen näherten wir uns endlich Station 6: der „Drachenfütterung“. „Mutige vor! Der Drache hat Hunger.“ Nicole Hermel und Simone Weiler erklärten, wie der Drache richtig gefüttert wird. Das Futter (kleine Säckchen) muss am besten direkt in das weit geöffnete Drachenmaul (Holzreifen) geworfen werden. Die Kinder zielten perfekt, so wurde der Drache schnell satt und ließ die Wandergruppe unbeschadet passieren.

Beschwingt aber auch ein bisschen erschöpft von diesen 6 bestandenen Abenteuern freuten wir uns alle in der Ferne schon den CKiS zu sehen und marschierten strammen Schrittes zurück. Einige Gruppen waren bereits wieder angekommen, die anderen waren noch unterwegs. So hatten wir Zeit uns mit kühlen Getränken und heißen Würstchen zu stärken und unser Lied vorzubereiten. Die Erwachsenen nutzten die kleine Pause, für Gespräche und zum Sitzen, die Kinder waren wieder – oder immer noch – voller Energie und tobten, kletterten, rannten und spielten weiter.

Gummistiefel, Regenschirm, Tauchausrüstung, Piratenhüte, Luftballons und Bananen hatten wir unterwegs in den Bäumen entdeckt. Und alle Gruppen waren kreativ. Zu verschiedenen Melodien wurden Lieder komponiert und Gedichte verfasst. Eine Gruppe konnte sogar mit der Begleitung durch ein Akkordeon punkten. Bei jeder Präsentation gab es von den Anderen tosenden Applaus und von Carmen für jede Familie zum Abschluss und als Erinnerung noch eine „Abenteurer-Urkunde“.

Danach ließen alle gemeinsam den schönen, sommerlichen, spannenden und bis auf ganz wenige Regentropfen auch trockenen Nachmittag gemeinsam ausklingen. Ganz sicher werden die erlebten Abenteuer im Kindergarten und zu Hause noch lange Thema sein. Es war wirklich unvergesslich!

 

Denise Dick